Theater

Das Lächeln der Frauen

Komödie nach dem gleichnamigen Roman von Nicolas Barreau

Die Recherche über den Autor bleibt ausgesprochen dürftig. Die französische Fassung des Romans gibt es auch in Frankreich merkwürdigerweise nur als Übersetzung aus dem Deutschen. Laut Aussage des Literaturkritikers Elmar Krekeler soll der französisch klingende Nicolas Barreau ein Pseudonym sein, hinter dem sich möglicherweise die deutsche Autorin und Verlegerin Daniela Thiele verbirgt, in deren Verlag der Roman 2012 erschienen ist. Warum auch immer Verlage ihre Autoren erfinden mögen, fest steht: „Das Lächeln der Frauen“ hat dem Lesergeschmack entsprochen, 83 Wochen hält sich die Romanvorlage auf der Bestsellerliste des Spiegels. Da ließ die Theateradaption nicht lange auf sich warten. Kein Wunder, bietet das Buch doch den idealen Stoff für Rollenspiel und intensive Bühnenmomente. Getreu dem Vorbild des Romans, in dem die beiden Protagonisten abwechselnd den Leser selbst ansprechen, durchbrechen die Bühnenfiguren André und Aurélie ihre Bühnen-Ichs und damit die unsichtbare Wand, die sonst so oft Schauspieler und Publikum trennt.

Der Verlagslektor André Chabanais erspäht eines Tages hinter der Fensterscheibe eines kleinen Pariser Restaurants eine Frau mit einem hinreißenden Lächeln, in das er sich verliebt und das ihn zu einem ganzen Roman inspiriert: „Das Lächeln der Frauen“ Er erfindet das Pseudonym Robert Miller und schiebt das Werk seinem Verlagsdirektor unter. Das Ergebnis ist jedoch folgenschwerer als sich das der getarnte Autor vorgestellt hat. Der Roman wird ein Bestseller und André entgleiten die Fäden. Leser, Presse und Chef drängen gleichermaßen auf eine Lesung, auf einen Besuch des scheuen Robert Miller in Paris. Auch Aurélie, die den Roman durch einen Zufall entdeckt hat, erweist sich als hartnäckiger Fan, scheint doch der Autor von ihrem Restaurant und sogar von ihrem Leben zu wissen. Sie will ihn unbedingt kennen lernen. In ihrer romantischen Stilisierung des Schriftstellers ist sie blind für des Lektors Zuneigung. Und er sieht sich zum Verschweigen der Wahrheit gezwungen. Er kann weder seinen Job riskieren und – noch viel schlimmer – seinen einzigen Vorwand, Aurélie immer wieder zu treffen… 

In den Rollen der Aurélie und des André spielen Julia Stinshoff und Hubertus Grimm, beide durch Schauspiel- und Fernsehauftritte bekannt. Gunnar Dressler besorgte die Bühnenfassung, Karin Boyd führt Regie. Die Kritiker bewerten die Darbietung einhellig positiv: „amüsant und doch mit Tiefgang – wahrhaft „Roman – tisch“

 

 

Termine

  • Am Sonntag, 19.11.2017 um 19:30 Uhr (Aula)

Eintrittspreise

Kategorie: Theater

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Nichtmitglieder24,00 €
Schüler / Studenten8,00 €