Theater

König Lear

Tragödie von William Shakespeare

Das NEUE GLOBE THEATER hat anlässlich des vierhundertsten Todestages von Shakespeare (23.04.1564 - 23.04.1616) sein Spätwerk „King Lear“ als „punktgenaue Tragikomödie“ inszeniert, so Sarah Kugler in den „Potsdamer Neueste Nachrichten“. Ganz im Stil der Shakespear’schen Spielweise zu Beginn des 17. Jahrhunderts verkörpern acht Männer 14 Rollen, beschwören die Elemente, lassen Sturm, Donner und Orkan vor den Augen und Ohren der Zuschauer entstehen und stürzen sich wie damals in wilde Kämpfe und Gefechte. Regie führt Kai Frederic Strickel, die Übersetzung liefert Rolf Schneider, es spielen Sebastian Bischoff, Saro Emirze, Andreas Erfurth, Kilian Löttker, Paul Maresch, Dierk Prawdzik, Till Artur Priebe und Robert Seiler, unserem Publikum bestens bekannt durch die Aufführungen von „Der gute Mensch von Sezuan“ und „Wie es euch gefällt“. Der König ist alt. Er will auf Macht, Politik und seine Untertanen verzichten. Das Reich teilt er in drei Teile, jede seiner Töchter soll einen davon erhalten. Er knüpft aber eine Bedingung daran: sie sollen die Liebe zum Vater bekunden und aussprechen, welche von ihnen den Vater am meisten liebt. Während die älteren Schwestern Goneril und Regan sich im Schönreden zu überbieten versuchen, gibt Cordelia sich geschlagen: Nicht mit Worten liebe sie den Vater, sondern mit dem Herzen, wahrhaftig, ehrlich und direkt - so wie eine Tochter ihren Vater lieben muss, nicht mehr, nicht weniger! Lears heftige Reaktion auf Cordelias Weigerung, die Schwestern zu übertrumpfen, löst die Ereignisfolge aus, die zu seinem und fast aller Beteiligten Untergang führt. Ergänzt und gespiegelt wird die Hauptfabel durch eine Parallelhandlung, die Gloster-Tragödie. Wie Lear in seiner Realitätsferne nicht zwischen der echten und der geheuchelten Zuneigung seiner Töchter unterscheiden kann, so lässt sich Gloster von seinem verleumderischen natürlichen Sohn Edmund gegen seinen integeren legitimen Sohn Edgar aufbringen. Wie Lear von Cordelia wird Gloster im äußersten Elend von Edgar gerettet, und auch ihn tötet, als sich der einst von ihm verfolgte Sohn zu erkennen gibt, das Übermaß der Gefühle. „König Lear“ ist ein Stück über zurückgewiesene Liebe, unerfüllte Erwartungen, Blindheit und Wahnsinn, über Eltern und ihre Kinder und ganz aktuell auch über das Thema Demenz.

Gelobt werden von den Kritikern vor allem die schauspielerischen Leistungen des Ensembles, die „ganz im Sinne des großen Dramatikers pralles, derbes, witziges, bluttriefendes, zotiges und in seinen besten Momenten auch berührendes Theater“ bieten.

 

 

Termine

  • Am Samstag, 17.02.2018 um 19:30 Uhr (Aula)

Eintrittspreise

Kategorie: Theater

Karte fürPreis
Mitglieder22,00 €
Nichtmitglieder26,00 €
Schüler / Studenten10,00 €