Duo La Vigna

Konzert

„Paris! … oder Venedig?“

Theresia Stahl – Blockflöten; Christian Stahl – Theorbe und Barocklaute

Auf dem Programm stehen Kompositionen von Antonio Vivaldi (1678-1741), Antoine Dornel (1685-1765), Dario Castello (um 1590-nach 1630) und Jacques Hotteterre (1674-1763)


Während Ludwig XIV. die besten Musiker Frankreichs nach Paris/Versailles holte und eine intime, filigrane und wahrhaft französische Kammermusik pflegte, feierten die karnevalverwöhnten Venezianer eine „neue“ Musik: experimentierfreudig, ausdrucksstark und voller Affekte. Welche Stadt machte den großen Wurf? Klarer Fall: Paris! … oder doch Venedig? Schon der Franzose J.-J. Bouchard schrieb 1635 in Rom: „Ob die italienische Musik besser ist als die französische, darüber gibt es eine Kontroverse.“ Denn während die Franzosen eine konservative Musik der Regelmäßigkeit und Anmut pflegten, schufen die Italiener einen neuen Stil: die „seconda prattica“, die sich auf dramatische und extrovertierte Weise ausdrückte. Viele Franzosen meinten, sie enthalte zu viel Tragödie oder Komödie. Doch der französische Musiktheoretiker Marin Mersenne (1588-1648) riet dazu, den italienischen Stil doch nachzuahmen, denn es sei einfach, „die Exklamationen und Affekte zu mäßigen und sie an die französische Anmut anzupassen, um das, was sie an größerer Leidenschaft besitzen, der Schönheit, Reinheit und Süße der (frz.) Kadenzen hinzuzufügen.“ Das Duo La Vigna bietet – klar und schlank im Klang sowie elegant im Zusammenspiel – seinem Publikum spannungsgeladene Interpretationen jener affektreichen Musik. Das Repertoire des Duos reicht dabei vom Frühbarock bis zum Empfindsamen Stil.

Theresia Stahl ist gebürtige Dresdnerin. Sie studierte Diplommusikerziehung Blockflöte bei Prof. Christoph Huntgeburth an der Universität der Künste Berlin. Daran schloss sich ein
künstlerisches Aufbaustudium bei Prof. Gerd Lünenbürger an. Während ihres Studiums nahm sie u.a. an Kursen bei Peter Holslag und Karel van Steenhoven teil.

Christian Stahl stammt aus Pforzheim im Schwarzwald. Er studierte klassische Gitarre an der Universität der Künste Berlin. Während seines Studiums nahm er mehrfach an Kursen des Lautenisten Nigel North teil. Anschließend studierte er bei Björn Colell und Frank Pschichholz „Alte Musik / Laute“ an den Hochschulen für Musik „Carl Maria vonWeber“ in Dresden und „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Seitdem Zusammenarbeit u.a. mit Hans-Christoph Rademann, Niklas Trüstedt, Aufnahme mit dem “Neuen Bachischen Collegium”.


Eintrittspreise:

Nichtmitglieder16,00 €
Mitglieder12,00 €
Schüler / Studenten8,00 €

Datum

Okt 08 2022

Uhrzeit

19:30

Veranstaltungsort

Schloss Clemenswerth
Kategorie

Geschäftsstelle:

Am Pohlkamp 7, 49751 Sögel
Tel.: (05952) 1010
Fax: (05952)  3245
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Öffnungszeiten:

Mo / Mi / Fr : 10:30 - 12:30 Uhr
Do : 16:00 - 18:00 Uhr

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