Göttinger Barockorchester

Sonderveranstaltung

Festlicher Barock zwischen Versailles und Clemenswerth


Wohl kaum eine barocke Parkanlage hat einen so hohen Symbolcharakter erhalten wie die Gartenarchitektur von Versailles. Zu Recht hat es bald auch im deutschsprachigen Raum zahlreiche Nachahmer gegeben: Der Schlosspark von Clemenswerth – dem Schloss und Park von Marly-le-Roy nachempfunden – ist ein gutes Beispiel französisch geprägter Gartenbaukunst. Doch auch musikalisch hat der französische Hof Ludwigs XIV. schnell eine Rezeption östlich des Rheins erfahren. Die Werke des berühmten Komponisten und Surintendanten Jean-Baptiste Lully waren auch in Deutschland außergewöhnlich beliebt.

In einem etwa eineinhalbstündigen Portraitkonzert der französischen Hoftradition wird das Göttinger Barockorchester auf historischen Instrumenten in unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses Clemenswerth, in der Aula des Hümmling-Gymnasiums Sögel, Ausschnitte aus Werken Jean-Baptiste Lullys, Michel-Richard de Lalandes und Marc-Antoine Charpentiers präsentieren. Ein Workshop mit Schülerinnen und Schülern des Ortes ist geplant, um auch junge Menschen für die Musik des Barock zu begeistern.

Mit dem Projektleiter des Göttinger Barockorchesters, Antonius Adamske, wurde dafür ein ausgewiesener Lully-Spezialist eingeladen, der zudem einen Einführungs-vortrag zur barocken musikalischen Repräsentation in Versailles und die deutschen Kleinstaaten des 17. Jahrhunderts halten wird.

Zum Göttinger Barockorchester
Mit musikalischer Qualität, stilistischer Vielfalt sowie leidenschaftlicher Spielfreude und Vitalität hat sich das Göttinger Barockorchester seit 1995 einen festen Platz im norddeutschen Musikleben erobert.

Das Repertoire des Ensembles spannt einen großen Bogen über den Zeitraum von mehr als vierhundert Jahren. Musik frühbarocker Meister wie Monteverdi und Schütz gehört ebenso dazu wie die großen Chorwerke und Instrumentalkonzerte von Bach, Händel und Telemann. Regelmäßig spielt das Orchester auch sinfonisch besetzte Werke von Haydn, Mozart, Mendelssohn und Brahms und Musik zeitgenössischer Komponisten bis hin zu Uraufführungen. Zum Selbstverständnis des Göttinger Barockorchesters hat es schon immer gehört, sein Wirkungsfeld nicht auf eine bestimmte Epoche einzuengen.

Das funktioniert, weil die Orchestermitglieder alle Musik auf den jeweils für eine Epoche zeittypischen „historischen“ Instrumenten spielen und bestens vertraut sind mit der Spieltechnik und den Voraussetzungen für die Musik der jeweiligen Zeit. Garant für diese stilistische Vielfalt ist nicht zuletzt der Violinist Hans-Henning Vater. Er hat das Göttinger Barockorchester 1995 gegründet und ist bis heute Konzertmeister des Ensembles. Er ist sowohl auf der Barockgeige als auch auf der modernen Geige genreübergreifend ein viel gefragter Solist.

Die Mitglieder des Göttinger Barockorchesters sind ebenso wie Hans-Henning Vater alle Spezialisten ihres Fachs. 2016 spielte das Göttinger Barockorchester seine erste CD ein, 2017 führte es seine erste Tournee sowie mehrere Auslandsaufenthalte durch.

Zum künstlerischen Leiter
Kunst und Wissenschaft sind die Eckpfeiler in der Arbeit von Antonius Adamske, die Presse lobt die Authentizität und Entdeckerfreude seiner Aufführungen. Nach Studien in Hannover, Basel und Würzburg und künstlerischen Stationen in Göttingen und Berlin dirigiert er zurzeit den Monteverdi-Chor Hamburg und den Bremer RathsChor.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn seit Jahren mit dem Göttinger Barockorchester. Als Musikwissenschaftler widmet sich Adamske der Göttinger Stadtmusik um 1800. Einen künstlerischen Namen hat er sich mit zahlreichen Aufführungen von Bühnenstücken und geistlichen Werken des französischen Barock von Lully über Lalande und Charpentier bis hin zu Mondonville, Rameau, Gossec und Gluck gemacht. Adamske lehrt im Rahmen eines Lehrauftrages an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.


Eintrittspreise:

Nichtmitglieder23,00 €
Mitglieder20,00 €
Schüler / Studenten8,00 €

Datum

Nov 10 2022

Uhrzeit

19:30

Veranstaltungsort

Aula-Foyer des Hümmling-Gymnasiums

Geschäftsstelle:

Am Pohlkamp 7, 49751 Sögel
Tel.: (05952) 1010
Fax: (05952)  3245
kulturkreis.clemenswerth@ewetel.net

Öffnungszeiten:

Mo / Mi / Fr : 10:30 - 12:30 Uhr
Do : 16:00 - 18:00 Uhr

Die Geschäftsstelle ist während der Ferienzeit (außer Weihnachtsferien) geschlossen.


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